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MOVING STORIES 03.08 – 11.09.2011

„Moving Stories“ ist ein europäisches Kooperationsprojekt von sechs Kunst- und Kulturzentren (aus Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Italien und Polen), die jeweils sechs Künstler ausgewählt haben, die sechs neue Werke im Rahmen des Projektes schufen. Bei „Moving Stories“ handelt es sich um eine Wanderausstellung, die in den sechs Partnerländern präsentiert wird. Die Künstler stellen auf die ihre eigene Art sechs Geschichten über die moderne Welt vor. Belgien ist mit dem gemeinnützigen Verein Contour vertreten und stellt das Projekt auf dem Kunstberg aus.
Die Werke (Videos, Installationen, Filme) können kostenlos an verschiedenen Orten des Kunstbergs besichtigt werden (Gare centrale-Nicolas Provost, Bozar-Mihai Grecu, Square-Rainer Gamsjäger, Cinematek- Paweł Janicki , Coudenberg-Masbedo, BIP-Candice Breitz).

www.moving-stories.eu
www.contourmechelen.be

Nicolas Provost (GARE CENTRALE)

„Untitled“ (2011)

Der neue Film von Nicolas Provost besteht einzig aus Archivmaterial, sogenanntem Stock Footage. Dieser Begriff bezieht sich auf Filme oder Videobilder, die bereits existieren. Zum Beispiel Videoaufnahmen von Städten, bekannten Gebäuden oder der gefährlichen Tierwelt. Filmregisseure nutzen dieses bereits existierende Material häufig, um eine sehr sachliche Darstellung zu erzeugen. Provost möchte den ästhetischen und filmischen Wert von Archivmaterial unter Beweis stellen und nutzt es gleichzeitig, um eine Geschichte zu erzählen.
Nicolas Provost (BEL, 1969) ist Filmemacher und visueller Künstler. Er lebt und arbeitet in Brüssel. In seinen Werken reflektiert er die Sprache des Kinos und das Verhältnis zwischen visuellen Künsten und experimentellem Kino.

MIHAI GRECU (BOZAR)

„UNDER THE CENTIPEDE SUN“ (2011)

Dieses Projekt ist das Porträt eines Niemandslandes. Die verbrannten und leeren Landschaften tragen Spuren eines unsichtbaren Krieges. Das postdestruktive Theater findet in einer beeindruckenden Landschaft statt, die schön und karg zugleich ist.

Mihai Grecu (RO, 1981) lebt und arbeitet in Frankreich. Seine einzigartige Bildersymbolik bedient sich der Videokunst, des Kinos und der 3D-Animation und erzeugt beängstigende Visionen einer entmenschlichten Atmosphäre. Seine Grundlage bilden parasitäre Motive, entstellte Architekturen und symbolische Figuren.

MASBEDO (COUDENBERG)

„GUARDARE SE STESSI GUARDARSI“ (2010)

„Guardare se stessi guardarsi” („Watching yourself watching yourself”) ist eine Multi-Monitor-Videoinstallation. Die Arbeit setzt sich mit der Beziehung zwischen Ton und Bild auseinander. Die Grundlage des Werkes ist eine existenzialistische Theorie, die künstlerische Aggressivität mit Melancholie verbindet. Der Ton wurde live eingespielt.
Der Name MASBEDO ist eine Zusammensetzung der Namen zweier Künstler: Nicolò Massazza (ITA, 1973) und Lacopo Bedogni (ITA, 1970). Von Anbeginn ihrer Arbeit an zeichnete sich ihre Kunst durch einen transversalen und interdisziplinären Charakter aus, der sich in diversen gemeinsamen Projekten mit Schriftstellern, Musikern, Film- und Theaterschauspielern sowie Tänzern entfaltete.

Paweł Janicki (CINEMATEK)

‘Oceanus’ (2010)

Die Grundlage des Szenarios von „Oceanus“ bilden die Literatur und die Mythen des Meeres. Die interaktive Installation besteht aus einer Projektionsfläche und einem Tisch mit Touchscreen-Feld. Jeder Besucher kann seine eigene Geschichte mithilfe der bewegten Bilder erzeugen. Die Bilder auf der Projektionsfläche verändern sich bei der Bedienung des Touchscreens.
Paweł Janicki (POL, 1974) kreiert interaktive audiovisuelle Systeme, Installationen und Performances.

RAINER GAMSJÄGER (SQUARE)

„CLUSTER“ (2010)

Bei „Cluster“ handelt es sich um eine monumentale Videoinstallation auf mehreren Bildschirmen. Mysteriöser weißer Rauch scheint beinahe vor dem schwarzen Hintergrund zu tanzen. Das Phänomen scheint natürlich zu sein, doch der Schein trügt: was wir hier sehen, ist das Ergebnis einer Rauchbombe.

Gamsjäger Rainer (AUT, 1974) arbeitet mit Computern, lässt sich jedoch oft von der Natur inspirieren. Sein Werk umfasst eine Serie über Naturphänomene. „Cluster“ ist der Epilog dieser Serie. Der Künstler setzt eine selbst programmierte Software ein, um digitale Strukturen zu bearbeiten.

CANDICE BREITZ (BIP)

„THE CHARACTER“ (2011)

Die Künstlerin hat fünfzehn Kinder einer Schule, die sich in einem Randbezirk von Mumbai befindet, dazu eingeladen sich einen Bollywoodfilm anzusehen, in dem ein Kind im Mittelpunkt steht. Die fünfzehn Schülerinnen und Schüler werden dann einzeln gefilmt und beschreiben das Kind, das sie in dem Film gesehen haben. Die Protagonisten in „The Character“ liefern einen Einblick in die Rolle des Kindes (sowohl als Darsteller als auch als Zuschauer) im indischen Kino.
Die südafrikanische Künstlerin Candice Breitz (ZAF, 1972) lebt und arbeitet in Berlin. Seit Mitte der 90er Jahre untersucht sie mit ihren Arbeiten die unterschiedlichen Aspekte der Identitätsentwicklung und der psychologischen Identifizierung.

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